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Eine automatische Bewässerung ist am sinnvollsten, wenn die Steuerung in Abhängigkeit von der tatsächlich vorherrschenden Bodenfeuchte erfolgt. Die Messung der Bodenfeuchte ist allerdings keine triviale Aufgabe, da verschiedenste Faktoren einen negativen Einfluss auf die Messung haben. Der Einfluss ist bei den physikalischen Messverfahren, deren Sensorelektroden ständig mit dem Boden und der vorhandenen Feuchte in Berührung kommen, am höchsten, während das kapazitive Messverfahren hinsichtlich der Störbeeinflussung sehr unkritisch ist. Aufgrund des kapazitiven Messverfahrens ist der Sensor äußerst robust, verschleiß- und wartungsfrei. Die meisten Sensoren zur Erfassung der Bodenfeuchte erfordern eine galvanische Verbindung der Sensorelektroden mit der umgebenden Erde und aufgrund der dadurch entstehenden Korrosion ist die Lebensdauer nur sehr begrenzt. Selbst beim Einsatz bester Materialien kann unter diesen Voraussetzungen kein langlebiger Sensor realisiert werden. Bei dem hier vorgestelltem Bodenfeuchtesensor eingesetzten kapazitiven Messverfahren hingegen ist kein galvanischer Bodenkontakt erforderlich und somit die Sensor-Lebensdauer quasi unbegrenzt. Das Funktionsprinzip ist einfach, da die Sensorelektroden die Platten eines Kondensators bilden, die hermetisch gegen Feuchtigkeit gekapselt sind. Der umgebende Boden stellt das Dielektrikum dieses Kondensators dar und dessen Dielektrizitätskonstante (und somit die Kapazität) ändert sich in Abhängigkeit zur Bodenfeuchte. Bei der häufig genutzten resistiven Messung des elektrischen Widerstands oder des Leitwerts ist das Messergebnis wesentlich abhängig von der Bodenbeschaffenheit und dem Salzgehalt im Boden. Hinzu kommt der hohe mechanische Verschleiß der Messelektroden, da diese ständig mit der feuchten Erde in Berührung sind. Selbst vergoldete Elektroden haben nur eine sehr begrenzte Lebensdauer. Verbreitet sind auch Sensoren zur Leitwertmessung, deren Elektroden mit einem Gipsblock umhüllt sind, um den störenden Einfluss der Bodensalze (z. B. Düngemittel) zu verringern. Aber auch diese Sensoren haben aufgrund von Korrosionseinflüssen nur eine sehr begrenzte Lebensdauer und sind nach ca. einem Jahr nicht mehr einsetzbar.
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